Update und Fallseminar 2020:

"Organisierte Ausbeutung und rituelle Gewalt"

Wo stehen wir mit unseren KlientInnen, die organisierte sexualisierte Gewalt und Ausbeutung bzw. rituelle Gewalt und Folter erlebt haben? Wo sind die Hindernisse außen (z.B. fortgesetzter Täterkontakt oder weitere Traumatisierung?), wo innen (täterimitierende und -loyale Anteile boykottieren?) und wo in uns selbst (Widerstand, blinde Flecken, Abwehr, Überflutung mit Schrecken, zu viel angeboten, Ausbrenn-Gefahr…). Dieses Seminar ist für diejenigen, die bereits mitten drin sind in der Arbeit, und die bereits Basisfortbildungen bei Michaela Huber bzw. anderen AusbilderInnen zum Themenbereich besucht haben.

Wir arbeiten gemeinsam und in Kleingruppen intensiv an den Themen:

  • Wie weit bin ich mit der KlientIn beim Thema äußerer Ausstieg aus destruktiven Bindungen?
  • Welche Themenbereiche sind derzeit vorrangig – und kommen wir auch voran, oder wenn wir feststecken: Woran könnte es liegen?
  • Konnten wir die „Trainings-Ergebnisse“ (sog. Programme oder posthypnotische Suggestionen mit Zwangscharakter) bereits entschärfen, welche Fragen tauchen da auf, und was kommt als nächstes?
  • Was ist mit dem „inneren Ausstieg“? Welche Bereiche der Persönlichkeit leiden derzeit besonders unter der zunehmenden Bewusstheit, was wirklich in der Vergangenheit geschah, und wie reagieren sie darauf?
  • Welche positiven Effekte haben sich bereits eingestellt. Stimmt die Richtung? Woran können wir das ermessen?
  • Und last not least: Wie gehe ich mit dem um, was meine KlientIn mir erzählt, wie verkrafte und verarbeite ich das, und was brauche ich ggf., um durchzuhalten?